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22.04.2026

„Ich möchte meinen Ruhestand nicht in Armut verbringen!“

Themen wie Teilzeit, Care-Arbeit und Altersarmut scheinen für viele junge Menschen noch weit weg. Für Samantha nicht. Den Anstoß gab u.a. ein vom Chef initiierter Vortrag über Care-Arbeit und die Auswirkungen von Teilzeitarbeit auf die weibliche Altersarmut.

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Redakteurin Juliane Krammer im Interview mit Samantha Schulz, Mitarbeiterin maischön in Dornbirn

Du warst bei dem Vortrag zum Thema Teilzeit und Care-Arbeit dabei. Was war deine Motivation, daran teilzunehmen?
Samantha Schulz:
Ich wollte mich einfach frühzeitig darüber informieren, wie sich Care-Arbeit später auf mein Leben auswirken kann. Egal, ob es dabei um Kinderbetreuung oder um die Pflege von Angehörigen geht. Das sind Themen, über die viel zu wenig gesprochen wird.

Du bist 20 Jahre alt. Viele denken in diesem Alter noch nicht an Altersarmut oder Pension …
SS:
Ich beschäftige mich generell viel mit feministischen Themen.  Fragen rund um Rechte und Absicherung gehören hier dazu. Mich interessiert: Was steht mir zu? Welche Möglichkeiten habe ich? Worauf muss ich achten? Auch das Thema Altersarmut ist ja immer wieder präsent. Da finde ich es wichtig, informiert zu sein und nicht erst dann darüber nachzudenken, wenn es schon spät ist.

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Gab es beim Vortrag einen besonderen Aha-Moment für dich?
SS:
Ich wusste zum Beispiel vorher nicht, dass man seinen aktuellen Pensionsstand schon jetzt abfragen kann. Das war neu für mich. Auch, dass man während einer längeren Phase von Care-Arbeit zusätzlich selbst in das Pensionskonto einzahlen kann.

Wenn du gedanklich 40 Jahre vorspulst: Wie möchtest du mit 65 leben?
SS:
Ich wünsche mir, dass ich meinen Ruhestand später in Ruhe genießen kann, ohne mir Sorgen machen zu müssen. Ich möchte nicht irgendwann das Gefühl haben, ich hätte mich früher besser informieren sollen oder etwas versäumt.

Früher war die Haltung: Ich habe einmal einen Ehemann, irgendwie wird das schon passen.

Du bist Teil der Gen Z. Was glaubst du: Was kann deine Generation besser oder anders machen als frühere Generationen?
SS:
Ich glaube, dass Feminismus heute viel stärker im Vordergrund steht und dadurch auch das Bewusstsein wächst. Früher war vielleicht öfter die Haltung da: Ich habe einmal eine Familie, einen Ehemann, irgendwie wird das schon passen. Heute hinterfragen viele junge Frauen das stärker. Auch über das Thema Männer in Elternzeit wird heutzutage offener gesprochen.

Wünschst du dir mehr Unterstützung von Arbeitgebern, von der Innung oder auch von der Politik, wenn es um Care-Arbeit geht?
SS:
Ich wünsche mir, dass Care-Arbeit in der Gesellschaft viel mehr geschätzt wird. Von meinem Arbeitgeber fühle ich mich gut informiert und unterstützt, gerade auch durch solche Vorträge.

Wäre das auch dein Appell an andere Unternehmen?
SS: Gerade in Branchen, in denen viele Frauen arbeiten, sollte man solche Angebote unbedingt schaffen. Auch wenn man mit 20 vielleicht noch denkt: Ich brauche das jetzt noch nicht, Kinder sind noch weit weg.

Danke, Samantha, für eine Gedanken und das spannende Gespräch! Alles Gute für die Zukunft!

Über Samantha Schulz

Samantha Schulz ist Stylistin bei maischön … mir zuliebe in Dornbirn.

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