Credit: Georg Hochmuth | APA picturedesk

29.01.2021

Kao stellt Forderungen an Sebastian Kurz und die Politik

Die Friseur-Branche bleibt laut – jetzt wird auch von Industrie-Seite ein Zeichen gesetzt. KAO (Goldwell, Oribe und kms) wenden sich mit Forderungen an die Politik. Marco Felice, Geschäftsführer Österreich hat an sich an Bundeskanzler Sebastian Kurz gewandt…

Der von ►KAO   Österreich Geschäftsführer Marco Felice unterzeichnete Brief will auf die Notlage der gesamten Friseurbranche aufmerksam zu machen.

Folgende drei Kernforderungen werden thematisiert:

  • Die Überbrückungshilfen für die Friseurbranche passgenau zuzuschneiden und diese schnell sowie unbürokratisch auszuzahlen.
     
  • Schwarzarbeit im Friseurhandwerk vermehrt zu kontrollieren und Verstöße gegen Hygienevorschriften konsequent zu ahnden. Nur in einem Salonumfeld können die erforderlichen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.
     
  • In Abwägung des aktuellen Infektionsgeschehens, die Wiedereröffnung von Friseursalons zu priorisieren. Die Phase nach dem ersten Lockdown hat gezeigt, dass die Friseursalons die Sicherheits- und Hygienevorschriften vorbildlich umgesetzt haben.

►  Der Brief im Original

Der Brief im Original Wortlaut

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Kurz,

die Kao Salon Division ist Teil des Haut- und Haarpflegegeschäfts der japanischen Kao Corporation. Mit den Marken Goldwell, KMS, Oribe und Varis bietet sie Friseuren auf der ganzen Welt professionelle Produkte und Dienstleistungen an. Seit nunmehr über 40 Jahren sind wir mit einer eigenen Tochtergesellschaft in Österreich für tausende Salonpartner aktiv.

Als verantwortungsvoll, sozial und ethisch handelndes Unternehmen tragen wir die Maßnahmen der Bundesregierung zur Eindämmung des Infektionsgeschehens kompromisslos mit. Auch für uns steht die Gesundheit unserer Partnersalons sowie unserer Mitarbeiter und deren Familien an oberster Stelle. Das setzen wir in Form einer konsequenten Home-Office Regelung, gepaart mit weitreichenden Hygienekonzepten in allen Unternehmensbereichen um. Auch unsere Friseurpartner und -partnerinnen haben Hygiene- und Sicherheitskonzepte vorbildlich umgesetzt, um damit Salonkunden und -kundinnen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie sich selbst bestmöglich zu schützen.

Mit größter Besorgnis beobachten wir die stark angespannte Situation zahlreicher Salonbesitzer und -innen in Österreich. Durch die aktuell andauernden Schließungen stehen viele Salons vor dem finanziellen Aus.

Wir unterstützen daher aktiv die Forderungen, Bemühungen und Aktivitäten unserer Salonpartner sowie der Interessensvertreter auf Bundes- und Länderebene dahingehend, dass wir zur Rettung der Friseurbranche eindringlich darum bitten:

1. Die Überbrückungshilfen für die Friseurbranche passgenau zuzuschneiden und diese schnell sowie unbürokratisch auszuzahlen.

2. Schwarzarbeit im Friseurhandwerk vermehrt zu kontrollieren und Verstöße gegen Hygiene vorschriften konsequent zu ahnden. Nur in einem ordnungsgemäßen Salonumfeld können die erforderlichen Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

3. In Abwägung des aktuellen Infektionsgeschehens, die Wiedereröffnung von Friseursalons zu priorisieren. Die Öffnungsphasen nach den Lockdowns im vergangenen Jahr haben gezeigt, dass Friseursalons Sicherheits- und Hygienevorschriften vorbildlich umsetzen konnten.

Wir bitten Sie, diesem Anliegen Priorität einzuräumen und damit der Zunft wieder mehr Planbarkeit für die Zukunft zu ermöglichen. Es muss unser gemeinsames Anliegen sein, hier tausende Klein- und Mittelbetriebe, darunter auch zahlreiche Familienunternehmen und somit auch das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft, sicher und bestmöglich durch diese Pandemie zu bringen.

Mit hochachtungsvollen Grüßen

Mag. Marco Felice

Geschäftsführer