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18.02.2008

Impressionen von MIRJAM WALENTA

Mit der Malerei und der bildenden Kunst ist sie längstens vertraut. Als Spross einer Wiener Künstlerfamilie beschäftigt sie der bildnerische Ausdruck seit ihren Kindheitstagen. Zeichnete Mirjam Walenta anfangs eher mit Kohle und Stift, so verschreibt sie sich mit zunehmenden Alter der Farbmalerei. Mit leuchtendem Acryl zaubert sie Gefühlszustände auf Leinwände. Und wer Mirjam Walenta in die Augen schaut, lässt sich gern anstecken von ihrer Begeisterung, wenn sie von den Bildern erzählt und dem, was sie dazu inspiriert hat. Mittlerweile hat sie mit Unterstützung von Werner Pranz direkt neben dem Geschäft in der rechten Wienzeile eine kleine Galerie einrichten können, in der man ihre Werke betrachten und auch erwerben kann. Zusätzlich wird Mirjam Walenta demnächst im Wella World Studio Wien ein paar ihrer Kunstwerke herzeigen. Die Topstylistin und Salonleiterin des Intercoiffeur Werner Pranz im Interview.

Seit wann beschäftigst du dich mit der Malerei?
Mirjam Walenta: Ich bin in einer Künstlerfamilie aufgewachsen und hab irgendwie immer schon gemalt. Ich wurde stark von meiner Mutter beeinflusst. Sie besuchte die grafische Hochschule. Auch meine Großeltern beschäftigen sich mit der Malerei.

Warum wurdest du Friseurin?
M.W.: Meine Mutter wollte ganz gern, dass ich einen "richtigen" Beruf erlerne. Und das war auch gut so. Ich liebe meinen Job. Da ist jeder Tag eine kreative Herausforderung.

Hast du neben dem Salonalltag denn überhaupt genügend Zeit zum malen?
M.W.: Das Malen passiert immer erst am Abend. Ich male zum Ausgleich. Ich empfinde das als beruhigend und belebend. Eine gute Therapie sozusagen.

Wie vermittelst du Kreativität bei euren Lehrlingen?
Durch Spiele und durch das Malen. Durch das Malen und Vermischen der Farben kann man sich die Farbenlehre gut vor Augen halten.

Wovon lässt du dich inspirieren?
M.W.: Von der Natur, den Gefühlen und den Farben!
Mich faszinieren Bäume. Sie sind stark verwurzelt, strecken sich nach allen Seiten und trotzen den Gewalten.

Hast du Vorbilder in der Malerei, der bildende Kunst?
M.W.: Gustav Klimt, Gaudi.
Auch ich male gern mit Gold und liebe besonders leuchtende Farben.

Im letzten Jahr hast du im Rahmen der mittlerweile jährlichen Charity Veranstaltung bei Intercoiffeur Pranz eine Vernissage gemacht. Und eines deiner Bilder prominent ersteigern lassen. Was hat dich zur Vernissage inspiriert?
M.W.: Seit ein paar Jahren veranstalten wir nun schon diese Charity-Veranstaltungen. Anfänglich begannen wir mit einem Punschfest, dessen Erlös wir einem Kinderheim zugute kommen ließen. Und im letzten Jahr kam dann die Idee mit der Vernissage.

Da hast du dann beschlossen „einfach“ eine Ausstellung zu machen?
M.W.: Ich hatte nach 13 Jahren der malerischen Abstinenz - das hatte vor allem auch mit meiner beruflichen Laufbahn zu tun- wieder begonnen zu malen.
Früher zeichnete ich viel mit Kohle, bzw. beschäftigte ich mich mit Glasmalerei.
Und dann wollte ich plötzlich leuchtend bunte Bilder malen!
Und wenn ich male, dann tue ich dies eher exzessiv und in der Nacht. Ich wollte erst wieder aufhören, als ich genügend „Material“ für eine Ausstellung hatte. Das wurden dann insgesamt 54 Bilder!

Wie entscheidet ihr, zu wessen Gunsten der Erlös einer solchen Veranstaltung geht?
M.W.: Durch Gespräche mit unseren Kunden. Im letzten Jahr ging der Erlös an den 11 jährigen Felix, der seit seiner Geburt an Muskelschwund leidet.

Gibt es eine Epoche, in der du gerne einmal verweilen möchtest?
M.W.: Ich bin im jetzt und hier ganz glücklich. Außerdem bin ich eher zukunftsorientiert!

 

November 2007


Interview: Katja Ottiger