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28.09.2012

Georgi Altanbachev wird Technical Manager

"EXCELLENZ IS OUR PASSION" Wer ihn kennt, schätzt den gebürtigen Bulgaren für sein Engagement und seine Professionalität. Seit Jahren ist Georgi Altanbachev ein wohlbekanntes Gesicht, wenn es um Trends und Schulungen aus dem Hause Schwarzkopf Österreich geht.

Der studierte Schauspieler und Theaterwissenschaftler fand auf Umwegen zur Friseurbranche, und schließlich 2001 zu Schwarzkopf, wo er kontinuierlich vom Fachtrainer zum Technical Manager avancierte. In seiner letzten Position als Key Account Manager war er ausschließlich für die Belange der Groß- und Premiumkunden auf dem Sektor der Fortbildung zuständig.


Dein Weg bis zum Technical Manager für Friseure ist ein ganz interessanter, erzähl uns bitte davon!
Ok, wenn das wirklich interessiert: Ich habe an der Kunstakademie in Sofia Schauspiel und Regie studiert und dort dann auch ein Jahr am bulgarischen Nationaltheater als Schauspieler gearbeitet. Danach ging ich nach Italien, wo ich eine Zeit lang als „Levis“- Modell mein Geld verdient habe. Aus privaten Gründen kam ich dann nach Graz, wo ich eigentlich mit Theater weiter machen wollte, hab da auch Theaterwissenschaften studiert, aber ich brauchte natürlich etwas Geld. Meine Freundin hat zu dem Zeitpunkt in Graz bei einem Friseur gearbeitet - und so bin ich dann schließlich bei Walther Hirth als Kopfwäscher gelandet. Friseur wurde ich sozusagen eher aus Zufall, denn 7 Jahre später, nachdem ich verschiedenste Seminare und Kurse besucht hatte, meldete mich Robert Gudera, bei dem ich inzwischen arbeitete, ohne mein Wissen zur Lehrabschlussprüfung an. Ich war 25 Jahre alt und machte meinen Abschluss, ohne jemals in der Berufsschule gewesen zu sein. 2001 bewarb ich mich bei Schwarzkopf als ASK-Adviser, also Fachtrainer, war 3 Jahre später Akademieleiter, dann ASK-Manager für Osteuropa und zuletzt Key Account Manager. Und da bin ich jetzt: Technical Manager.

Kommen wir zum „Technical Manager". Wie definiert sich dein zukünftiges Betätigungsfeld?
Schwarzkopf Professional bietet ja weltweit mit dem ASK-Ausbildungssystem die wichtigsten Standbeine der Aus- und Weiterbildung für Friseure an.
Der Technical Manager für Österreich bedeutet nichts anderes, als hier die fachliche Leitung des Friseurservice zu übernehmen. Das Friseurservice entwickelt alle Schulungskonzepte in den Bereichen Technik, Rhetorik, Kommunikation, Organisation und gibt diese direkt an die Friseure weiter. Der Technical Manager koordiniert diese Produkte, organisiert Seminare und Shows, entwickelt die Roadshows, kommuniziert die Essential Looks.

Inwieweit greifen hier deine persönlichen Erfahrungen, die du im Vorfeld gemacht hast?
Die Schauspielerei hat mir natürlich sehr geholfen, wenn ich bei Shows auf der Bühne stehe oder Seminare präsentiere. Das ist ganz klar. Und da ich im Laufe der Jahre sehr, sehr viele Schulungen und Kurse besucht habe, habe ich einen anderen Zugang zu Aus- und Weiterbildung, was ich wiederum im Aufbau von Seminaren nutzen kann.

Welche Visionen und Ziele verfolgst du als Technical Manager?
1. Perfektion in der Ausführung der Seminare: die Quantität reduzieren, die Qualität steigern, Seminare optimieren und Beratungstools erarbeiten
2. Einfachheit in der Durchführung der Schulungen: leichte und verständliche Vermittlung von Ideen und Visionen
3. Im nächsten Jahr das beste fachliche Team in Österreich zu haben

Wie sieht die Nachfrage der Unternehmen im Aus- und Weiterbildungsbereich derzeit aus?
Die Nachfrage nach guten Seminaren und Schulungen ist ein großes Thema, gerade im Key Account Bereich, also vorwiegend in den großen Unternehmen. Diese sehen in ihrem Produktlieferanten auch den Lieferanten für maßgeschneiderte Aus- und Weiterbildungskonzepte.
Und sie wissen: Nur topausgebildete Friseure können Top-Umsatz bringen. Denn die Stärke einer Kette ist gerade so groß, wie deren schwächstes Glied. Als erster Ansprechpartner entwickeln wir hier eigene Schulungskonzepte und arbeiten verstärkt daran, in den Großunternehmen Trainerteams aufzubauen, um das Technik- und Produktwissen optimal kommunizieren zu können. Wir bilden Trainer direkt in den Unternehmen aus, die wiederum ihre Mitarbeiter und Kollegen schulen. 3-4 -mal im Jahr holen wir dann diese Trainer zusammen und bringen sie auf den „neuesten Stand“. Das spart auch bei uns Ressourcen.

Und was wollt ihr für die kleineren Salonunternehmen tun?
All unsere Kunden im Seminarbereich sind anhand verschiedener Faktoren wie Größe des Unternehmens, Geschäftsmodell oder Visionen, in 4 verschiedene Segmente unterteilt. Da haben wir auf der einen Seite den Key Account Bereich mit „Premium“ und „Modern“-Segment und auf der anderen Seite die Segmente „Traditional“ und „Value für money“. Auf den Key Account Bereich bin ich bereits eingegangen. In den beiden anderen Segmenten bedeutet dies, dass wir verschiedene Trainer haben, die die Mitarbeiter individuell und direkt vor Ort in den Unternehmen, bzw. in den Salons schulen.

Worin siehst du im Seminarbereich die kommenden Herausforderungen und wie wollt ihr diesen begegnen?
Die wichtigste Herausforderung wird sein, die richtigen Leute in die richtigen Seminare zu bringen, denn nur dann wird auch ein Seminar weiterempfohlen und kann weiter leben.
Der Seminarmarkt ist übersättigt und es wird zunehmend wichtiger, die Seminare zu differenzieren und den Nutzen für jeden einzelnen Friseur klar aufzuzeigen. Nur so kann es funktionieren.
Wir müssen es also schaffen, Prozesse zu installieren, die sicherstellen, die richtigen Köpfe am richtigen Platz zu haben.
 

September 2012

Interview:Katja Ottiger