Nico, du betreibst Kommheim sowohl in Berlin als auch im Tiroler Bichlbach. Wie unterschiedlich funktionieren die beiden Standorte?
Nico Ickert: Das Konzept war ursprünglich auf Berlin ausgelegt. In Tirol hat es zunächst gedauert, bis es sich voll entfalten konnte, aber jetzt haben wir in beiden Salons unsere StammkundInnen.
Gelten jeweils die gleichen Preise?
NI: Für mich macht es keinen Unterschied, wo meine KollegInnen arbeiten. Der Wert ihrer Arbeit ist derselbe. Deshalb bieten wir an beiden Standorten die gleichen Leistungen zu den gleichen Preisen an.
Du hast dich intensiv mit Kalkulation beschäftigt. Warum ist das für dich so zentral?
NI: Weil wir im Friseurhandwerk sehr gerne nach links und rechts schauen und fragen: Was verlangt der andere Salon? Entscheidend ist aber nicht, was andere berechnen, sondern was der eigene Betrieb tatsächlich braucht.
In Tirol habe ich mich dazu intensiv mit der Wirtschaftskammer und Innungsmeister Clemens Happ ausgetauscht. Aus dem anschließenden Coaching mit Mike Zangerl entstand eine fundierte Berechnungsgrundlage, mit der ich auch meine eigene Kosten- und Leistungsrechnung geprüft habe. Ich bin sehr dankbar über den Support der österreichischen Innung, denn in Deutschland fehlen solche Ansprechpartner.