Gülten Karagöz, bisherige Wiener Innungsmeister-Stellvertreterin, wurde zur neuen Landesinnungsmeisterin der Friseure gewählt und leitet als Listen führende des SPÖ-nahen Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes SWV einen Wandel in Wien ein. Wie ordnet sie ihren Sieg ein, was sind ihre Visionen und ersten Amtshandlungen? Wir haben nachgefragt:
Im Gespräch mit Katja Ottiger
Gülten, im Zuge deiner Wahl zur Wiener Innungsmeisterin wird gern von einem historischen Wechsel gesprochen. Weshalb ist das so?
Gülten Karagöz: Weil es der erste Sieg des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) seit Bestehen der Innung in Wien ist! Und das macht mich sehr stolz.
11 der zu vergebenden 15 Mandate in der Fachgruppe „Friseure Wien“ entfielen auf dich und dein Team. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren hattest du 5 Mandate, während 9 auf den Wiener Wirtschaftsbund (ÖVP) kamen. In allen anderen Bundesländern ging der Wirtschaftsbund wieder als Sieger hervor, einzig Wien ist anders. Wie sehr warst du selbst von diesem Ergebnis überrascht?
GK: Sehr. Ich habe immer dafür gekämpft, Innungsmeisterin werden. Aber dass ich für meine 11 Listenplätze auch 11 Mandate bekomme, war für mich selbst eine Überraschung.