Wie viel Ratenzahlungen schließt ihr monatlich ab?
HW: Drei bis vier.
Dient die Ratenzahlung eher Bestands- oder NeukundInnen?
HW: Beides. Geplant war es nicht, aber wir gewinnen dadurch tatsächlich auch NeukundInnen.
Wie habt ihr das kommuniziert?
HW: Nur über unsere Website, aber dort sehr sichtbar platziert. Es gab keine Social Media oder Google Kampagne. Zufällig hat eine lokale Journalistin auf unserer Webseite über die Ratenzahlung gelesen, sie schrieb darüber und so sprach es sich rum.
Gibt es einen Vertrag?
HW: Ja, bewusst schlank auf zwei DIN-A4-Seiten, gut lesbar. Darin stehen Name, Adresse, Geburtstag, Telefonnummer, Leistung, Anzahlung sowie Anzahl und Höhe der Raten. Fertig. Kein Kleingedrucktes.
Fallen Zinsen oder Gebühren an?
HW: Nein.
Macht ihr einen Bonitätscheck?
HW: Nein. Wir setzen auf Vernunft und Vertrauen. Eine SCHUFA-Auskunft kann heute gut und morgen schon veraltet sein.
Ist Ratenzahlung im Kassensystem integriert?
HW: Ja, die Teilzahlungen werden dort überwacht. Wir benötigen die Bankkarte oder Kreditkarte der Kundschaft für den automatischen Bankeinzug der Raten. Bargeld wollen wir seit drei Jahren nicht mehr sehen.
Warum?
HW: Ich habe keine Lust das Damoklesschwert der Barzahlung über mir hängen zu haben. Wir Bargeld-Empfänger und Dienstleister geraten permanent unter Generalverdacht Schwarzgeld zu nehmen. Nach einer unangenehmen Kassenprüfung war für mich klar: nur noch Karte.
Wie geht ihr mit Trinkgeld in einem Salon ohne Bargeld um?
HW: Trinkgeldboxen gibt es nach wie vor. Denn Trinkgeld über das Kassensystem abzurechnen ist ein zusätzlicher bürokratischer Aufwand.