Anzeige

Anzeige

Credit: imSalon Grafik | Apinan AdobeStock

03.11.2025

Friseurmarkt Österreich: Aktuelle Zahlen und Statistiken

Weniger Beschäftigte und steigende Arbeitslosenzahlen, Stagnation beim Nachwuchs, mehr EPUs – wie wird es in der Branche weitergehen?

Anzeige

imSalon Abo

Unsere Abos enden alle nach der gewünschten Laufzeit. Es gibt keine automatische Verlängerung!

Jahres-Abo:

49,90 € netto / Jahr

Monats-Abo:

4,90 € netto / Monat

Einzel-Artikel:

0,99 € netto

Jetzt Abo abschließen!

Anzeige

Aktualisiert am 05.03.2026

Um einen aussagekräftigen Gesamtüberblick über die Lage des österreichischen Friseurhandwerks zu liefern, bereiten wir alle aktuell verfügbaren Daten aus den Quellen der WKO, Statistik Austria und AMS auf.

Einige Daten sind noch nicht für das Jahr 2025. Diese werden erst im Verlauf der Folgejahre veröffentlicht. Wir werden den Beitrag entsprechend und regelmäßig aktualisieren. 

Alle Angaben sind ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Anzeige

Umsatz Friseurhandwerk

2023 betrug der Gesamtumsatz im Friseur-Fachverband laut WKO 924 Mio. €. Damit erwirtschaftete das Friseurgewerbe ein Umsatzplus von 9,4% im Vergleich zu 2022, als sich die Umsatzerlöse auf 845 Mio. Euro beliefen.

Umsatzgrößenklassen in EUR Anzahl der Unternehmen / Statistische Einheiten Anteil in %
< 35.000 3.685 40,2
 35.000 – 54.999  1.481 16,1
55.000 – 84.999 1.092 11,9
85.000 – 99.999 419 4,6
100.000 – 999.999 2.448 26,7
1 Mio - 50 Mio 51 0,6
INSGESAMT 9.176  

Quelle: Leistungs- und Strukturstatistik 2023, Statistik Austria

Anteil Kleinunternehmen

Insgesamt 3.685 Friseursalons erwirtschafteten 2023 weniger als 35.000 € und fallen unter die Kleinunternehmerregelung, das sind 40 % der erfassten Friseursalons. 

Achtung: 2025 steigt die Kleinunternehmergrenze auf 55.000 €, damit fielen gemäß den aktuellen Umsätzen weit über 50 % der Unternehmen in der Kleinunternehmerregelung und müssten damit keine Umsatzsteuer abführen.

Friseurunternehmen nach Umsatzgrößenklasse

Österreich, 2023

Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2023

Umsatz durch Schwarzarbeit

Laut WKO und Rechnungen des Schwarzarbeitsexperten Prof. Friedrich Schneider wurde 2024 jeder fünfte Euro im Friseurhandwerk schwarz verdient. Der Umsatz durch Schattenwirtschaft im Friseurgewerbe beläuft sich demnach auf etwa 231 Mio. Euro.

Anzahl Friseurbetriebe

Während die Anzahl der Beschäftigten stetig abnimmt, wächst die Anzahl der Friseurbetriebe, allen voran die Anzahl der Ein-Personen-Unternehmen.

Aktive Fachgruppenmitgliedschaften Friseur

Österreich, 2015 - 2025

Quelle: WKO Branchendaten Friseure, 02/2026

10.415 aktive Fachgruppenmitgliedschaften zählte die WKO-Mitgliederstatistik Ende 2025. Die Anzahl stieg erneut um 2,7 % zum Vorjahr an – damit liegt der Zuwachs in den letzten zehn Jahren bei 25,8 %, in 14 Jahren sogar bei 43,8 %.

Der Trend zur Selbstständigkeit in immer kleineren Einheiten hält weiter an, und hat seinen Höhepunkt noch nicht erreicht.

Zur Erläuterung:
Eine aktive Fachgruppenmitgliedschaft ist ein Annäherungswert an die Anzahl der gewerbetreibenden Friseurunternehmen. 
Fachgruppenmitglieder werden auf Bundesländerebene ermittelt, wodurch Mehrfachnennungen möglich sind. So sind Filialbetriebe (Bsp. Klipp, dm, etc.) in mehreren Bundesländern als aktives Fachgruppenmitglied gezählt, nämlich in all jenen, in denen ihnen eine Gewerbeberechtigung zuerkannt wurde und sie Filialstandorte betreiben.

Hat ein Unternehmen mehrere Salonstandorte im jeweiligen Bundesland, so sind die einzelnen Standorte in der Statistik nicht aufgeführt. Es gibt nur Einfachnennungen pro Bundesland.

Eine Schätzung der Bundesinnung geht von ca. 11.000 bis 11.500 einzelnen Salonbetrieben in Österreich aus.

Friseurbetriebe nach Bundesland

Aktive Fachgruppenmitglieder Fachverband Friseure nach Bundesland 2025 und Veränderung 2010 zu 2025 in Prozent
Quelle: WKO, Friseure: Branchendaten Februar 2026

Bundesland Anzahl aktiver Fachgruppenmitglieder Veränderung zu 2010 in %
Burgenland 400 +37,5%
Kärnten 745 +55,5%
Niederösterreich 1.931 +47,1%
Oberösterreich 1.700 +57,1%
Salzburg 765 +69,6%
Steiermark 1.627 +47,0%
Tirol 854 +41,2%
Vorarlberg 509 +54,7%
Wien 1.884 +31,0%

 

Anteil Ein-Personen-Unternehmen und Mitarbeiterzahlen

2024 gab es laut WKO 3.899 Arbeitgeberunternehmen im Fachverband Friseure und damit einen leichten Rückgang zum Vorjahr von 1,7 %. Die Anzahl der EPUs stieg dagegen um 5,9 % zum Vorjahr an. 5.784 Ein-Personen-Unternehmen zählte die WKO zum Jahresende 2024 im Fachverband Friseure. Damit machten EPUs etwa 58 % der aktiven Fachgruppenmitglieder aus. 

Weniger als 15 % der österreichischen Friseurunternehmen haben mehr als 3 Mitarbeitende. Insgesamt 87 % haben zwischen 0 bis maximal 3 Mitarbeitende. Auch hier zeigt sich der anhaltende Trend zu kleineren Salons und EPUs.

1,7 Arbeitnehmer, inklusive geringfügiger Kräfte, sind durchschnittlich je Friseurunternehmen beschäftigt. 

Friseurunternehmen nach Anzahl Mitarbeitender

inkl. geringfügig Beschäftigter, Österreich, 2024

Quelle: WKO Beschäftigtenstatistik, Sonderauswertung

Barbershops

Schätzungen der WKO zu Folge gibt es in Österreich etwa 1.000 Barbershops. Das sind etwa 11% der heimischen Friseurunternehmen.

Unselbstständige Beschäftigung

15.593 Personen waren im Jahresdurchschnitt 2024 bei österreichischen Friseurunternehmen beschäftigt, ein Rückgang von 2,6 % zum Vorjahr. Zum Jahr 2010 ist das ein Rückgang von 24,9 %.

13.371 (85,8 %) dieser Personen waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten (exklusive geringfügig Beschäftigter) fiel damit um 2,8 % zum Vorjahr. Im Vergleich zu 2010, ist das ein Rückgang von beinahe 30 %.

Geringfügige Beschäftigungen 

14,2 % (2.222) aller Beschäftigten in Friseurunternehmen befanden sich in geringfügiger Beschäftigung. Auch hier ging die Anzahl zurück. Mit minus 1,6 % zu 2023, ist der Abfall jedoch leichter als bei Voll- und Teilzeitkräften. 

Unselbstständig Beschäftigte Österreich

inkl. Lehrlinge und geringfügig, 2010 - 2024

Quelle: WKO Beschäftigtenstatistik 2010-2024

Beschäftigung nach Gender: Mehr Männer, weniger Frauen

Der Trend der letzten Jahre setzt sich auch weiterhin fort. Mehr Männer kommen in die Branche, während die Anzahl der Frauen weiter rückläufig ist.  

Beschäftigte nach Geschlecht

Österreich, 2024

Quelle: WKO Beschäftigtenstatistik 2024
  • 23,4% der Männer sind geringfügig beschäftigt
  • 12,2% der Frauen sind geringfügig beschäftigt

2014 lag der Anteil unselbstständig beschäftigter Männer in Friseurunternehmen noch bei 8,1 %. Im Jahr 2024 sind es bereits 18,2 %. Die Anzahl der Männer im Berufsfeld Friseur ist in den letzten 10 Jahren von 1.646 auf 2.839 um über 72 % gestiegen. Der fortlaufende Zuwachs des Männeranteils liegt aber auch am weiterhin starken Rückgang der Frauen. Im Jahr 2024 gab es 12.753 weibliche Beschäftigte in österreichischen Friseurunternehmen. Das sind 31 % weniger als noch im Jahr 2014, als der Anteil von Friseurinnen bei knapp 91 % lag. Durch knapp einen Drittel weniger Frauen in 10 Jahren liegt der Anteil der in Friseurunternehmen beschäftigten Frauen 2024 bei 81,8 %.

Beschäftigungsausmaß

Arbeitsausmaß erwerbstätiger FriseurInnen

Österreich, 2024

Quelle: Statistik Austria, Mikrozensus-Arbeitskräfteerhebung 2024

Erwerbstätige Friseur*innen arbeiteten 2024 zu 50,1 % in Teilzeit. 49,9 % waren Vollzeit im Friseurberuf tätig. Damit überholten die Teilzeitbeschäftigten der Friseurbranche erstmals Vollkräfte. Die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit pro Woche belief sich auf 26,8 Stunden. - 30 Minuten pro Woche weniger als im Vorjahr. 

Ausländeranteil Beschäftigte in Friseur- & Kosmetiksalons

Beschäftigte nach Staatsbürgerschaft

Friseur- und Kosmetiksalons, Österreich, 2010-2024

Quelle: AMS, Sonderauswertung

Auch im Friseurhandwerk setzten Salons wegen des Fachkräftemangels auf Fachkräfte aus dem Ausland. Die Integrationsleistung des Friseurhandwerks spielt dabei eine wichtige Rolle. 2024 liegt der Ausländeranteil bei Beschäftigten in Friseur- & Kosmetiksalons laut AMS bei 32 %. Während die Anzahl der österreichischen Beschäftigten hier um 3 % zum Vorjahr zurückging, stieg die Anzahl der Beschäftigten ohne österreichische Staatsbürgerschaft um 10 %. Seit 2014 hat sich die Anzahl ausländischer Beschäftigter in Friseur- & Kosmetiksalons verdoppelt, während sich die Anzahl an Österreichern um ein Viertel verringerte.

Eine genauere Aufteilung nach Fachgruppe ist laut AMS Österreich nicht möglich.

Lehrlinge im Friseurhandwerk

Anzahl Friseurlehrlinge Gesamt (inkl. überbetriebliche Ausbildung)

In der Lehrlingsstatistik sind alle Lehrlinge mit Lehrberuf Friseur*in (Stylist*in) laut Lehrvertrag inkludiert.

Dazu gehören

  • Friseurlehrlinge in Unternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt Friseur 
  • Friseurlehrlinge in Unternehmen, deren Tätigkeitsschwerpunkt nicht Friseur ist (z.B. dm)
  • Lehrlinge in überbetrieblicher Ausbildung (z.B. WIFI, ipcenter, etc), ohne eigenen Lehrbetrieb

Nicht inkludiert sind Personen in schulischer Ausbildung zum Friseur, wie z.B. angeboten durch die Modeschule Hallein.

Lehrlinge im Friseurhandwerk

Österreich, 2010 - 2024

Quelle: WKO Lehrlingsstatistik 2010-2024

Die Nachwuchszahlen stagnieren nach wie vor. So hatten 2024 über alle Lehrjahre hinweg insgesamt 2.417 Menschen einen aufrechten Vertrag zum Lehrberuf Friseur / Stylist. Die Lehrlingszahlen scheinen sich bei etwa 2.400 einzupendeln. Trotz der fallenden Zahlen ist Friseurin noch immer der drittbeliebteste Lehrberuf bei Mädchen in Österreich, und immer mehr junge Männer entschließen sich für eine Ausbildung zum Friseur.

Lehrlinge nach Bundesland 2024
Quelle: WKO-Lehrlingsstatistik

Bundesland Anzahl Lehrlinge Absolut Anteil in %
Burgenland 53 2,20%
Kärnten 149 6,20%
Niederösterreich 380 15,70%
Oberösterreich 374 15,50%
Salzburg 169 7,00%
Steiermark 290 12,00%
Tirol 229 9,50%
Vorarlberg 100 4,10%
Wien 673 27,80%

 

Anzahl Lehrbetriebe

Lediglich 9% der heimischen Friseurunternehmen bilden noch aus.
Laut WKO wurden mit Stichtag 31.12.2024 insgesamt 2.417 Friseurlehrlinge in 983 Lehrbetrieben ausgebildet.

Überbetriebliche Ausbildung

Lehrlinge in verschiedenen Ausbildungsformen

Österreich, 2024

Quelle: WKO Lehrlingsstatistik 2010-2024

Knapp 8 % des Friseurnachwuchses, genauer 192 Personen, befand sich 2024 in einer überbetrieblichen Friseurausbildung. 

Wenn die Schulpflicht abgeschlossen wurde, und trotz intensiver Bemühung keine Lehrstelle bei einem Unternehmen gefunden werden kann, oder eine betriebliche Lehre abgebrochen wurde, gibt es die Möglichkeit die Lehre überbetrieblich in einem Ausbildungszentrum zu beginnen. Das Ziel der überbetrieblichen Ausbildung ist es im Laufe der Ausbildung von der Schulungseinrichtung zu einem Lehrbetrieb zu wechseln. Sollte dies nicht gelingen, kann die Lehre auch vollständig überbetrieblich absolviert, und danach zur LAP angetreten werden. Überbetriebliche Ausbildungszentren zum Friseur sind hauptsächlich das WIFI und ipcenter.  

Lehrlinge in überbetrieblicher Friseurausbildung

Österreich, 2010 - 2024

Quelle: WKO Lehrlingsstatistik

Die Anzahl an Lehrlingen in überbetrieblicher Ausbildung hat in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Seit dem Spitzenstand von 237 Personen im Jahr 2021 sind die Zahlen jedoch wieder rückläufig.

Weitere Informationen zum Ausbildungsmarkt im Friseurgewerbe 2024

Arbeitslosigkeit im Friseurhandwerk

Im Jahresdurchschnitt 2025 ging die Zahl arbeitslos gemeldeter FriseurInnen auf 1.524 Personen zurück (–5,0 % gegenüber 2024). Die Anzahl in Schulung gemeldeter FriseurInnen stagnierte dagegen mit 1.108 (+0,1%).

Die durchschnittliche Vormerkdauer stieg dagegen um 15,9% auf 166 Tage, wobei die Steiermark mit +31,2% den stärksten Anstieg verzeichnete. Am längsten dauerte die durchschnittliche Arbeitslosigkeit im Kärnten (188 Tage). Am kürzesten war sie in Sanlzburg (94 Tage).

FriseurInnen in Schulung / arbeitslos

Österreich, Jahresdurchschnitte 2018 - 2025

Quelle: AMS, Sonderauswertung

Arbeitslos gemeldete Friseurinnen und Friseure 2024 nach Bundesland
Quelle: AMS

Bundesland Anzahl arbeitslos gemeldete FriseurInnen absolut
Burgenland 31
Kärnten 64
Niederösterreich 224
Oberösterreich 148
Salzburg 38
Steiermark 134
Tirol 67
Vorarlberg 56
Wien 761
Gesamt 1.524

 

 

2024 wurde der Friseurberuf vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft als bundesweiter Mangelberuf gewertet. Für 2025 ist der Friseur lediglich noch regional in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol als Mangelberuf gelistet.

Friseurmarkt Österreich - aktuelle Zahlen

  • 10.415 aktive Fachgruppenmitglieder Friseur 
  • ca. 11.500 Friseursalons 
  • 402 Unternehmensneugründungen nach Schwerpunktzuordnung
  • 3.899 Arbeitgeberunternehmen
  • 58% EPUs
  • 40% Kleinunternehmen (< 35.000 € Jahresumsatz)
  • 924 Mio. Euro Umsatz 

  • 15.593 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • 2.417 Friseur-Lehrlinge
  • 2.222 geringfügig Beschäftigte

Quellen:

Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2023, Abfrage 11.09.2025, www.statistik.at

Statistik Austira, Mikrozensus Arbeitskräfteerhebung 2024, Abrage 10.04.2025, www.statistik.at

WKO, Friseure: Branchendaten Februar 2026, Abfrage 05.03,2025, www.wko.at

WKO, Beschäftigtenstatistik in der Kammersystematik, Abfrage 11.09.2025, www.wko.at

WKO, Lehrlingstatistik, Abfrage 19.11.2025, www.wko.at

AMS Österreich, Sonderauswertung, Abfrage 05.01.2026, www.ams.at

Ihr habt eine offene Stelle?

Dann präsentiert euch in unserer Job-Rubrik und findet schon bald euer perfektes MitarbeiterInnen-Match!

imSalon Jobs

Zurück zur Übersicht

Aktuelles

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Kommentar melden / Löschung beantragen

[thank_you_for_submitting]
Zurück

0

Teilen