Telefonische Krankmeldungen sind wieder erlaubt | ©Martin Steiger

02.11.2020

Telefonische Krankmeldung seit 1. November wieder erlaubt

Für COVID-Verdachtsfälle und alle anderen Erkrankungen ist die telefonische Krankmeldung seit dem 1. November wieder möglich. Bis März 2021 soll diese Sonderregelung gelten.

Um die Gesundheitshotline 1450 und Ordinationen zu entlasten, verlängert die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) die telefonische Kranschreibung. Ende August lief die Regelung aus, es wurde allerdings eine Ausnahme gemacht: ►der / die PatientIn musste als COVID-Verdachtsfall gelten.

Arbeitnehmervertreter hatten die Forderung aus Furcht vor einer Überlastung der Arztpraxen beim Sozialpartnergespräch mit der Regierung eingebracht. Auch Vertreter der Ärztekammer und der Patientenanwaltschaft hatten auf eine Wiedereinführung gedrängt.

Die telefonische Krankmeldung sei ein bereits im Frühjahr erprobtes Mittel, um die Infektionswelle zu brechen, so Rudolf Anschober, Gesundheitsminister (die Grüne): „Die telefonische Krankschreibung ist in dieser Zeit besonders geeignet, unsere Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die gesundheitliche Versorgung für alle Menschen, die in Österreich leben, weiterhin auf hohem Niveau sicherzustellen“.

Seit dem 1. November ist nun die telefonische Krankmeldung wieder möglich – voraussichtlich bis März 2021. Unabhängig davon sollten Versicherte bei typischen COVID-19-Symptomen oder nach Kontakt zu COVID-19-Patienten und bei unklaren Symptomen vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.