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06.05.2011

Udo Bauregger: Kreative Ideen fürs Salonmarketing

Seit zwanzig Jahren gibt es die Marke "friseurudo", die sich im Pongau einer großen Bekannt- und Beliebtheit erfreut. Mit Kreativität und extrem gutem Gespür für Lifestyle entwickelt er gemeinsam mit anderen Kleinunternehmern St.Johanns und Umgebung übergreifende Marketingideen zur Kundenbindung. Als Wella Topakteur ist er Experte für Salonschulungen und Teamtraining. Immer wieder entstehen gemeinsam mit mit seinem Team Fotokollektionen; sein letztes Projekt: ein Trend Kalender für caritative Zwecke. Fakten: 1 Filiale | 10 Mitarbeiter | 4 Lehrlinge

Was ist Ihre Unternehmensphilosophie?
Einfache Dinge außergewöhnlich tun! Und: Mache deinen Beruf zu deinem Hobby, dann brauchst du nicht mehr zur Arbeit zu gehen!

Sie haben recht kreative Einfälle für Ihr Salonmarketing. Woher kommen die Ideen?
Meine besten Ideen habe ich beim Joggen. Wir sind hier im Skigebiet, da kann man sich gut am Tourismus orientieren, oder auch beim Marketing der Telefonanbieter. Ich versuche meinen Kunden gute Angebote zu machen, überlege mir, welchen Nutzen der Kunde daraus ziehen kann. Wenn der Kunde das als gut für sich empfindet, dann fragt er dabei weniger nach dem Geld. Im Fokus steht immer die Frage: Was gibt es Neues, das ich Gutes für meinen Kunden tun kann?

Ein aktueller Coup: Die VIP Jahreskarte! Was genau kann die Jahreskarte und wie wird sie von den Kunden angenommen?
In meinem Geschäft friseurudo in St.Johann bieten wir die VIP Klient Card an, die bei den Kunden sehr gut ankommt. Diese Karte zu einem einmaligen Fixpreis ermöglicht es den Kunden sich das ganze Jahr über, so oft sie mögen, die Haare schneiden und föhnen lassen zu und Ermäßigungen auf alle anderen Leistungen zu erhalten. Dazu kommen noch Spezialangebote, bei der wir mit Unternehmern aus der näheren Umgebung zusammen arbeiten. Z.B. werden die Besitzer der VIP Klient Card vom Modehaus Adelsberger eingeladen und haben die Gelegenheit an einem bestimmten Abend, außerhalb der Geschäftszeiten, die neuesten Trends, einen Tag bevor diese in den Laden kommen, vergünstigt einkaufen zu können. Einen ähnlichen Plan gibt es jetzt auch mit einem Optiker, bei dem man im Frühjahr die neuesten Sonnenbrillen zum VIP Preis bekommt. Auf diese Weise helfen wir dem Kunden Geld zu sparen, und die Anschaffung der Klient Card kommt ihm nicht mehr so teuer vor.

Ganz neu in Ihrem Salon: die Pflegelounge - ein Special Service. Was erwartet dort Ihre Kunden?
Unsere Pflegelounge wurde nach den vier Sinnen - sehen, riechen, hören und fühlen – entworfen. In diesem abgedunkelten Raum mit tollen Düften und angenehmer Akkustick werden Haare waschen, Kopfmassage und das Einarbeiten einer Pflege regelrecht celebriert! Ein wirkliches Special Service – und wer sich das leistet, weiß das auch zu schätzen! In diese chillige Wellness-Oase, ziehe ich mich auch gern mal am Wochenende zurück!

Als Wella-Topakteur sind Sie Experte in Sachen Salonschulung und Teamtraining. Wie und durch wen werden Ihre Mitarbeiter geschult?
Unsere Partner in Sachen Weiterbildung sind Wella, Great Length und natürlich Tony & Guy. 1x in der Woche gibt es einen Trainingsabend nach Bedarf und 1x monatlich eine Betriebsbesprechung. Da werden Mängel angesprochen, Ideen gesammelt und Aktionen besprochen.

Eine Ihrer Mitarbeiterinnen hat jüngst den 2.Platz beim Trend Vision Award Österreich gewonnen. Wie unterstützen und motivieren Sie Mitarbeiter sich der Herausforderung mit anderen zu stellen?
Meine Mitarbeiter erhalten von mir jede Unterstützung, die finanzierbar ist! Sie bekommen den Katalog und dürfen sich aussuchen, welche Seminare sie brauchen. Und wenn das in diesem Monat nicht im Budget drin ist, dann vielleicht im Nächsten. Allerdings müssen sie sich das alles selbst organisieren (Anfahrt, Hotel). Meine Mitarbeiterin Maria, die eben den zweiten Platz beim Trend Vision Award gewonnen hat, möchte gern irgendwann bei Wella als Freelancerin arbeiten. Ich werde versuchen, ihr dabei zu helfen, das zu schaffen. Ich nehme meine Mitarbeiter und ihre Bedürfnisse und Ideen Ernst! Wenn Jemand möchte, dass wir beim Kaffee bringen einen Purzelbaum machen könnten, dann probieren wir das aus. Wenn´s klappt gut, wenn nicht, dann lassen wir´s. Meine Mitarbeiter sollen fürs Geschäft leben und absolut selbstständig arbeiten!
Mein Motto ist: Jeder hat die Mitarbeiter, die er verdient!

Welche Fragen stellen Sie im Bewerbungsgespräch?
- Warum glauben Sie, dass Sie bei mir im Geschäft richtig sind?
- Was sind Sie bereit, dafür zu tun?

Auf welche Stärken setzen Sie bei Mitarbeitern?
- Teamfähigkeit
- Selbstständiges arbeiten
Und es gilt: Mitarbeiter stellen Mitarbeiter ein, denn diese müssen schließlich miteinander arbeiten!

Wünsche an die Branche?
Dass mehr Wert auf freies Arbeiten im Team gelegt wird, auf Mitarbeiter mit Selbstverantwortung! Die Arbeitszeit sollte nicht immer Thema sein: Wenn weniger zu tun ist, dann kann eine Kollegin auch mal eine Stunde später im Geschäft sein, und dafür einmal in einer stressigen Zeit eine Stunde länger bleiben.



Oktober 2010


Interview: Katja Ottiger