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26.06.2017

Renate Harrer ist im Flow

Geträumt, verwirklicht, gewonnen. Kreativteam, Qualitätstraining, Hairdressing Award. dm kann was ...

Fakten

Ausbildung in Flattnitz an der Teichalm

seit 25 Jahren Friseurin

seit 5 Jahren bei dm friseurstudio | dm kreativteam

seit 01.04. dm Qualitätstrainerin | dm Akademie Graz

Hairdressing Award 2017 Kategorie Color | Nominiert bei Damen & Herren



Das Gespräch führte Katja Ottiger


imSalon: Renate Harrer, Sie haben 19 Jahre lang in einem kleineren Salon gearbeitet und haben direkt nach der Geburt Ihres Kindes zum Filialisten dm gewechselt. Warum?
RH: Ich wollte geringfügig in den Beruf zurück, hatte Lust auf Veränderung und dachte: Wann, wenn nicht jetzt? dm ist ein familienfreundlicher Betrieb, ein Vorreiter. Hier wird nicht nur darüber gesprochen, hier wird das gelebt. Unkompliziert und verständnisvoll. 
Mein Glück war, dass gerade der Umbruch angefangen hatte, das Qualitätsteam sich aufstellte und die Akademien in Planung waren. Ich war von Anfang an beim Kreativteam dabei und bin jetzt Qualitätstrainerin, das ist meine Berufung. 

Aber das heißt: raus aus dem Salon, rein in die Akademie. Fehlt Ihnen der Salonalltag? 
RH:
 Qualitätstrainerin zu sein taugt mir wirklich sehr und ist eine wunderbare Herausforderung. Ob ich den Salonalltag vermisse? Ich denke, was mir manchmal fehlt, sind die Kunden, oder besser, die Menschen! Es entwickeln sich da ja schon auch Freundschaften.

Wie ist das beim Filialisten, gibt es Stammkunden oder vermehrt Laufkundschaft?
RH:
 Es gibt Laufkunden wie überall, gerade in der Nähe von Einkaufszentren, wo es auch verstärkt Filialen gibt. Aber ich denke, 80 Prozent sind Stammkunden. Ich hatte beinahe nur Stammkunden. 

Haben Sie diese weiterempfohlen und an wen?
RH:
 Ja, an meine Kollegen im Studio. Wenn du deine Kollegen und Kunden kennst, dann weißt du, welcher Stylist zu dem jeweiligen Menschen passt und kannst sie mit gutem Gewissen auch 
weiterempfehlen. 

Bei den Austrian Hairdressing Awards 2017 sind Sie Gewinnerin der Kategorie Color. Hätten Sie sich das gedacht?
RH:
 Ganz insgeheim und wenn ich ganz ehrlich bin: ja! (lacht) Es ist verständlich, dass jeder gewinnen möchte, der nominiert ist, aber in der Kategorie Color hatte ich mir, nach einem Blick auf meine Mitbewerber, die besten Chancen ausgerechnet. 

Welche Nuancen haben Sie bei Ihrem Modell verwendet? 
RH:
 Von der Basis her war sie im Kupfergoldbereich und hatte sehr langes Haar. Am Grund habe ich den Kupferton satter gemacht, in Längen und Spitzen zuerst eine Balayage angewendet und die Spitzen dann nochmals aufgehellt, zum Schluss mit Schwarzkopf ´s ColorWorxvom dunklen Orange ins Gelb verlaufend eingefärbt.

Die Tattoos sind echt?
RH:
 Ja, sie hat sich 14 Tage vor dem Shooting gar noch den Tausendfüßler am Hals stechen lassen. 

Ihr Modell – eine Kundin?
RH: 
Nein. Für die Hairdressing Awards Einreichungen hat es ein richtiges Shooting gegeben. Wir haben vorher an Trainingsköpfen unsere Ideen vorgearbeitet und abfotografiert, damit die Modelle wissen, was auf sie zukommt und sie dann entsprechend beim Shooting ausgewählt. 
 

„Wer ausgewählt war, bekam finanzielle Unterstützung und das Shooting.“



Wer sind WIR? Haben Sie in der Gruppe gearbeitet?
RH: 
Die Hairdressing Awards waren in allen dm Filialen ausgeschrieben. Jeder konnte mitmachen, sich etwas überlegen, die Kategorie festlegen, selbst eine Kollektion entwickeln und Fotos davon bei dm einschicken. Eine Jury hat dann letztlich entschieden. Wer ausgewählt wurde, bekam finanzielle Unterstützung und das Shooting. Heuer erhielten wir elf Nominierungen!

Warum macht das dm?
RH:
 Es geht um Nachhaltigkeit, dass sowohl den Kunden als auch branchenintern gezeigt wird, welche Kreativität und Begabungen in uns stecken.

Ihr AHDA-Resümee: Was hat es gebracht, den Hairdressing Award zu gewinnen? 
RH:
 Für mich war es immer schon ein Traum, mitzumachen. Aber wenn man es selbst finanzieren muss, ist es gar nicht so ohne. Ich muss dm danken, denn es ist ein Wahnsinn, dass alles übernommen wird und wir lediglich unsere Kreativität und Arbeit zur Verfügung stellen. Für mein inneres Befinden ist der Award die Bestätigung, dass wir ohne Weiteres mithalten können. 

Bei der Award-Übergabe haben Sie allen voran Helmut Maiergedankt. 
RH:
 Helmut ist mein Chef und ich kann mir wirklich keinen besseren vorstellen. Er gibt super Inputs und ist Motivator für jeden Einzelnen, weil er es schafft, das letzte aus uns heraus zu kitzeln.
 

"Das wertet uns doch alle auf..."



Spüren Sie branchenintern Vorurteile von Kollegen, weil Sie bei einer „Kette“ arbeiten?
RH:
 Nein. Und ehrlich, dem würde ich relaxt gegenüberstehen. Es hat sich in den letzten Jahren viel verändert. dm ist Familie, bietet ein super Netzwerk und Wahnsinns Schulungsmöglichkeiten. Sind wir ehrlich: Ein kleinerer Salon tut sich schwer, vom Lehrling bis zum Stylisten solche Möglichkeiten auf die Beine zu stellen. Das sehen auch unsere Kunden, wenn ihre Lieblingsstylistin wieder mal nicht da ist, weil sie zur Schulung in der Akademie ist. Das wertet uns doch alle auf. 

Als Qualitätstrainerin sind Sie bei der Kollektionsentwicklung dabei, wie stell ich mir das vor?
RH:
 Wir bringen zweimal jährlich unsere Kollektion raus: Herbst/Winter und Frühjahr/Sommer. Wir sammeln die Inputs der großen Firmen, schauen, was sich auf den Laufstegen abspielt und selektieren aus, um die Trends kundenfreundlich und tragbar zu machen. Dann werden von Schnitt bis Farbe die Looks entwickelt. Sie werden Step by Step fotografiert, ein Handout erstellt und von den Trainern die an die Kollegen in den Salons weitergeben. Den perfekten Mitarbeiterdurchblick gibt’s mit der App zum Herunterladen, hier gibt’s Fotos, Infos und Videos zur Wiederholung.

Dass Sie Friseurin werden, war Ihnen immer klar? 
RH:
 Mir schon, nur meiner Mutter nicht, die wollte, dass ich Köchin oder Kellnerin werde, weil sie so gern kocht. (lacht). 

Sie kochen auch gern?
RH:
 Eher weniger. 

Haben Sie damit gerechnet, dass Sie mal in einer Akademie arbeiten, Lehrlinge ausbilden, Mitarbeiter schulen?
RH:
 Nein, überhaupt nicht.

Sie standen bei der letzten AUSTRIA HAIR auf der Showbühne, auch mit einem dm untypischen Styling. Sie mögen Extravaganz?
RH:
 Ich bin im Team dafür bekannt, dass ich gern die extravaganten Schnitte bevorzuge. Ich brauche diese gewisse Herausforderung. 

Dass Sie im Akademiealltag die Bühne gewohnt sind, ist keine Frage, aber was war anfangs die größte Herausforderung bei der großen Show-Bühne?
RH:
 Im ersten Moment das Reden und die dafür notwendige Lockerheit zu entwickeln. 
Eine gewisse Angespanntheit ist immer dabei, wenn es auf eine große Bühne geht, ich denke, die gehört dazu. Aber wenn ich beim Arbeiten dann mal im Flow bin, ist alles gut. 

In diesem Sinne, nochmals alles Gute, vielen Dank und spannende Jahre bei dm!