imSalon-Warentest: Opilomed Kamm - Kopfhautschützer
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imSalon-Warentest: Opilomed Kamm - Kopfhautschützer

KundInnen klagen über eine empfindliche Kopfhaut, aber auf das Haarfärben wollen, nein sollen sie nicht verzichten. Opilomed wurde genau dafür entwickelt und wir haben ausprobiert, was die Kämme wirklich drauf haben. Beim Salontraining war unsere Redakteurin Fanny Mozes als Haarmodel dabei.

Wie funktioniert’s?
Die unterschiedlichen Schutzkamm-Formen sollen die vollständige Abdeckung jeder Kopfform ermöglichen. Strähne für Strähne werden die Kämmchen befestigt. Das Besondere? Die Kämme haben einen integrierten Hebe-/Senkmechanismus. Offen wird der Kamm in die Haare eingeschoben, im geschlossenen Zustand ist er an der Klemmstelle absolut dicht. Es kann keine Farbe mehr auf die Kopfhaut gelangen. Später sollte das optisch nicht zu erkennen sein.

Testeindrücke


Für das richtige Einsetzten der Kämme braucht man Fingerspitzengefühl und starke Nerven, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Deshalb ist der Zeitaufwand höher als bei üblichen Methoden, der Preis steigt. Bei Ungenauigkeit und ungleichem Druck verschieben sich die Kämmchen. Das führt dann zu einem fleckigen Ergebnis, was in unserem Test der Fall war.



Empfinden?
Die Kämme sind überhaupt nicht unangenehm, entweder man spürt sie fast nicht oder es gleicht dem Gefühl eines strengen Zopfes. Wirklich super auch für unempfindliche Köpfe, dass die Kopfhaut total sauber bleibt und sich nicht mit einfärbt.

Kritik
Kreatives Färben sollte, laut Opilomed, theoretisch kein Problem sein. Theoretisch, denn es kann bei der Methode ein unsystematisches Strähnen-Chaos entstehen. Wer den Überblick nicht verlieren möchte, sollte die Längen nachher bearbeitet. Und das kostet wieder Zeit… statt gewohnten 1h - 1,5h hat unser Test 4h gedauert, wobei lediglich der Haaransatz gefärbt und die Längen mit Balayage angeglichen wurden. Kann ich nicht einfach präzise mit Foliensträhnen arbeiten und mir Mühe ersparen?

Opilomed Kamm etwas für meinen Salon?
Es gibt eine Nachfrage. Viele Menschen leiden an empfindlicher Kopfhaut, häufig auch wegen des jahrelangen Haarfärbens. Diesen Kunden kann jetzt eine schonende Alternative angeboten werden. Dadurch können sowohl neue Kunden gewonnen, als auch langjährige behalten werden. Aber ob den Kunden der weitaus höhere Zeitaufwand und der Aufpreis das wert sind?

Fazit: Noch gibt es erst wenige Salons die zertifiziert sind und Opilomed anbieten. Um sich aus der Masse abzuheben und etwas Neues anzubieten ist es sicherlich eine attraktive Methode. Im Endeffekt muss das jeder Salon für sich selbst entscheiden. Aber üben, üben, üben und eine gute Zeitaufwand- Preis- Ergebnis- Balance anbieten.

Stellungnahme Opilomed: Geschäftsleitungsmitglied Peter Hanke freut sich natürlich, dass wir Opilomed getestet haben und betont: "Opilieren ist vergleichbar mit dem Wickeln einer Dauerwelle. Jeder Lehrling hat sich dabei zu Beginn fast die Finger gebrochen und mit etwas Übung war es dann kein Problem mehr." Deshalb wird der Opilomed nur mit Schulung verkauft, und, so Hanke, ein Mehraufwand reduziert sich auf zusätzliche 15 Minuten maximal.
Wir sind zum Nach-Opilieren eingeladen und halten Sie auf dem Laufenden.

Fotocredit: Opilomed / imSalon Fanny Mozes

www.opilomed.at


Juli 2017

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