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dm friseurstudios geben Gas - Wo wollen sie hin?
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dm friseurstudios geben Gas - Wo wollen sie hin?

Messestand auf der Austria Hair, ein Avantgarde-Stylist als Creative Director, größter Friseurfilialist Österreichs – dm erobert die Branche und wir nehmen das unter die Lupe …

Als Unternehmen verzeichnet dm auch 2014 wieder Rekordumsätze – mit einem Umsatzplus von 5% setzte man im Geschäftsjahr 1.10.2013 – 30.9.2014 € 756 Mio. um. Die 191 Friseurstudios (von insgesamt 384 Standorten) mischten da ordentlich mit. Immerhin beschäftigt dm mittlerweile 1.200 Stylistinnen und 230 Lehrlinge. Filialentechnisch ist dm damit größter Friseur Österreichs, knapp gefolgt von Klipp mit 187 Filialen.

Wurde dm als Player im Friseurmarkt in den vergangenen Jahren eher peripher wahrgenommen, so ändert sich das mit der neuen Unternehmensstrategie. dm bricht aus und poliert aktiv sein Image als Friseurunternehmer sowie Arbeitgeber in der Branche. dm‘s Auftritt, nicht zuletzt auf der Austria Hair mit Messestand und kreativer Show, bewies dies nachhaltig. Friseurkollegen beäugen das misstrauisch, steckt doch die Angst vorm übermächtigen Salonriesen, der auch noch im Retail agiert, tief in den Gliedern - ob berechtigt oder nicht.

Vom Staub zum Zeitgeist


1.200 Friseur-MitarbeiterInnen, sowie 230 Lehrlinge, über drei Lehrjahre verteilt, beschäftigt dm bundesweit. Ein Friseur meinte sogleich: „Die schnappen mir die Lehrlinge weg.“ Nun, bei 110 Lehrlingen jährlich und österreichweit sei das mal dahingestellt. Aber zum Image beigetragen hat die bundesweit in allen Medienkanälen ausgetragene Kampagne „Für alles was ich werden will“ allemal. Freilich ist dm eines der wenigen Unternehmen, das sich einen solchen Auftritt leisten kann, bereichern wird es jedoch die ganze Branche. Ob im Kino, TV oder Print, der Friseurberuf wurde lässig und zukunftsstark präsentiert.

Die Angst vorm Retailverkauf


Auch dm wird ab 2015 vermehrt auf den Internetverkauf (meindm.at) setzen. Im Gegenzug zu vielen anderen beschränkt sich dm allerdings im ersten Schritt auf die Marken, die im Salon selbst geführt werden, also MATRIX, L’Oréal Professionel, Wella Professional und SP. In Zeiten wo Internet nicht mehr aufzuhalten ist, kann man das wohl kaum jemandem mehr zum Vorwurf machen.
Laut Thomas Köck (Geschäftsführer dm) liegt der professionelle Produktverkauf bei dm anteilig zur Dienstleistung im Salon bei gerade mal 5-6%, damit deckt sich dm traurigerweise mit dem Branchendurchschnitt. Da scheint die Sündenbock-Theorie denn doch nicht aufzugehen.

Kreative Maßstäbe setzen


Mit Helmut Maier ist dm ein großer Coup gelungen von jetzt ab imagetechnisch in einer anderen Liga zu spielen. Mit dem ‚Hairdresser of the Year 2013‘ und In-Friseur aus Graz hat man sich einen Creative Director geangelt, der zukünftig die kreative Friseurhandschrift und Trainingsinhalte vorgeben wird. Seine Fachkompetenz ist unbestritten und so wird er mit seinem coolen Auftritt einen ordentlichen Imageabrieb ermöglichen. (-> Helmut Maier hierzu im Interview)



Schade allerdings, die Führung ist mal wieder männlich!


Helmut Mayer ist klasse, keine Frage. Dennoch, 95% der Mitarbeiter sind weiblich, es gibt wunderbare Frauen in ebensolcher Liga und wie alle anderen Unternehmen traut sich auch dm nicht drüber eine Frau an die kreative Spitze zu setzen. Das ist umso trauriger, als auch dm sich damit brüstet Frauen alles zu ermöglichen, nur halt die Führung nicht.

Begegnungsqualität


Mein Lieblingsbegriff im Gespräch mit Thomas Köck ist Begegnungsqualität, beschreibt er doch kurz und knackig einen friseurrelevanten Maßstab. „Wie kann ich der persönlichen Begegnung mit meinem Kunden mehr Qualität verleihen?“ Diesen Begriff sollten wir alle in unserem Friseurwortschatz tragen.

Arbeitgeber Image


Und hiermit kommen wir zum Kern. Wie für alle in der Branche ist die Suche nach qualitativ gutem Personal auch bei dm dringlichstes Thema und so will man sich gezielt in der Friseurbranche als Arbeitgeber positionieren. Der Auftritt auf der Messe bot hierfür sicherlich ein großartiges Sprachrohr. Aber Kommunikation alleine reicht nicht aus. dm investiert in seine Mitarbeiter Weiterbildungsmaßnahmen werden von Beginn an geboten, Aufstiegsmöglichkeiten gibt es genügend und auch mit sozialen Schmankerl brilliert dm.

Da werden Work-Life-Balance oder Familien-Arbeits-Balance bedient und auch das Wohlfühlen der Mitarbeiter am Arbeitsplatz ist in vielen Aktivitäten großes Thema. Und so gibt es flexible Arbeitszeitmodelle, Gesundheitsbotschafter, um nur ein paar Maßnahmen zu nennen.

Zeitgeistig hat es dm geschafft sich vom angestaubten Filialisten zum persönlichen Drogerieshop zu wandeln, das ist der Weg auf den offensichtlich auch die Salons geschickt werden. Und so dürfen wir in den kommenden Jahren einen starken Wettbewerber erwarten, der auch um unsere Kunden buhlt, der aber auch viele tolle neue Mitarbeiter dem Markt verfügbar machen wird.

Raphaela Kirschnick

November 2014

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